Andacht April 2020

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.
1.Korinther 15, 42

Angst und Verunsicherung prägen unseren Alltag heute. Volle Parkplätze vor den Lebensmittelgeschäften und Menschen, die sich, von schlimmsten Befürchtungen getrieben, große Vorräte beschaffen. Alles wird dafür getan, im Fall einer Ausgangssperre den Supermarkt im eigenen Haus zu haben. Der Corona-Virus verändert die Menschen. Jesus sagt uns: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet. (Matthäus 6, 25).

Und er begründet es mit den Worten: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“ Wir müssen uns nicht von der Sorge leiten lassen – wir dürfen Gott vertrauen! Auch heute! Es lohnt sich, den Text in Matthäus 6,19-34 zu lesen. Jesus hat ein ermutigendes Wort für uns! Auch dem reichen Kornbauern (Lukas 12, 16-21) nützten, nach Jesu Worten, alle Vorräte nichts. Durch den neuen Virus werden Menschen von Angst erfasst und geleitet. Warum stehlen sie Desinfektionsmittel und Schutzmasken? Weil sie ausverkauft sind! Warum sind sie überall ausverkauft?

Weil der Mensch fürchtet, von einer Krankheit erfasst zu werden, die eine Leidenszeit unbekannter Art und vielleicht sogar den Verlust des Lebens bedeuten könnte.

Ermutigende Worte von Jesus, der ja schon angekündigt hat, dass solche Zeiten kommen werden: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Johannes 16, 33). Die große Masse der Menschheit spricht nicht so, wie der Apostel Paulus es in seiner Gefangenschaft formulierte: Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn (Philipper 1, 21). In guten Tagen ist das unter Christen schnell gesagt. Aber wenn ein Virus ins Land eindringt und ernsthaft bedroht, zeigt sich schnell, ob wir dazu stehen. Dann geht es um Bewährung im Glauben. Können wir das aber so sagen wie Paulus, dann haben wir selbst in diesen Krisentagen eine echte Zuversicht und Hoffnung, in der wir gelassen vorwärts schauen, den Blick auf das Ziel gerichtet. Wenn gottesdienstliche Versammlungen von Behörden untersagt sind, müssen wir nicht verzagen. Wir sind und bleiben die Gemeinde unseres Herrn Jesus Christus und sind als solche berufen zu allem guten Wort und Werk! Wir dürfen unserem Herrn zeigen, was wir verstanden haben und uns treu auf den Weg machen, von dieser Zuversicht zu berichten, die unser Monatsspruch aus 1. Korinther 15, 42 beschreibt. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

Niemand hat dich gefragt, ob du geboren werden möchtest. Plötzlich warst du einfach da – von Gott gewollt. Niemand kann in dich hineinsehen, außer dein Schöpfer. Mit den Jahren erkennst du, wie sich dein Äußeres nach und nach verändert. Dein Innerstes fühlt sich an wie je zuvor, aber der Körper zeigt Spuren von Vergänglichkeit. Und langsam kommt ins Bewusstsein, dass der Weg in die Ewigkeit, zum himmlischen Vater, durch das Sterben hindurchführt. So wie wir bei der Geburt nicht gefragt werden, so ist es auch im Sterben. Gott sprach zu Adam: „Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.“ Jeder Mensch muss sterben, jeder Mensch ist verweslich. Geist und Seele unterliegen aber nicht diesem Verwesungsprozess. Mit dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus (Lukas 16, 19-31) erklärt Jesus, dass mit dem Sterben nicht einfach alles vorbei ist und macht deutlich, dass wir für das Handeln in unserem Leben voll verantwortlich sind.
Durch Jesus erfahren wir die große Barmherzigkeit Gottes. Wir leben mit der guten Nachricht: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. (1. Korinther 15, 3). Und unsere ganze Zuversicht erklärt Paulus mit den Worten: Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. (1. Korinther 15, 20-22).

Warum schreibe ich das heute so? Du denkst vielleicht, dass dir das alles doch hinreichend bekannt ist und dass ich mir diese Ausführung sparen könnte. Vielleicht hast du Recht. Aber ist es auch deinem Nachbarn bekannt, deinen Arbeitskollegen, deinen Mitschülern, deinen Mitbewohnern, deiner ganzen Familie? In dieser Zeit der Corona-Krise dürfen wir als Nachfolger Jesu in dieser Befreiung, die uns gegeben ist, selbst getröstet sein, aber wir sind berufen, die Zuversicht und Hoffnung im höchsten Maß öffentlich zu leben. Wir dürfen, im Namen Jesu, diese gute Nachricht auch jetzt unter die Menschen bringen, die noch fern von ihm sind und einfach Angst um ihr Leben haben, weil aus ihrer Sichtweise das Leben mit dem Sterben endet. Und wir wissen davon, dass die Menschen, die Jesus nicht als ihren Herrn annehmen wollen, den zweiten Tod sterben und keine Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater finden. Das tut weh! Wenn uns doch so viel Liebe, so viel Gnade und so viel Barmherzigkeit schon jetzt widerfährt, dann dürfen mit Freude und Hingabe die Gelegenheiten nutzen, in unserem Umfeld vom auferstandenen Christus zu erzählen. Dann gilt auch für die, die neu hinzugetan werden zu seiner Gemeinde: Was jetzt in Vergänglichkeit, Unehre und Schwachheit geboren ist, wird durch das Sterben hindurch in Unvergänglichkeit, Herrlichkeit und Kraft münden. Ich wünsche Euch ein frohes „Dienen im Namen Jesu“. Ein gesegnetes Osterfest euch allen!

Karsten H.

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