Bitterkeit kontra Vergebung - Gottesdienst am 24.03.19

Nach einer kurzen Vorstellung, erklärte uns Horst von Hippel, der Therapeut und Berater in der De Ignis-Klinik in Altensteig ist, wie sich das Verhalten zwischen Tätern und Opfern verändern und welche Auswirkungen es haben kann. Wenn jemandem Unrecht angetan wird, dann fühlt sich das Opfer oft moralisch überlegen gegenüber dem Täter. Die Folge daraus ist, dass der Täter keine Chance bekommt, aus seiner „Schuld“ einen Weg in die Vergebung zu bekommen.

Herr von Hippel erklärte mit Hilfe von Schaubildern, wie der Täter in seiner Position vom Opfer heruntergedrückt wird und es ihm nicht möglich ist, aus seiner Position zu entkommen. Es wird vom Opfer verlangt, dass der Täter nicht nur Reue zeigt, sondern, dass er diese ständig neu beweisen muss.

Herr von Hippel erinnert die Gemeinde daran, dass Gott ganz anders ist und uns seine Gnade ganz ohne Bedingungen gewährt. Und wir sollten ebenso handeln. Gnade braucht keine Beweise und kostet auch nichts. Der einzige Ausweg aus dieser Situation ist, dass das Opfer auf seine Überlegenheit verzichtet und Vergebung lebt. Und dies ohne Bedingungen.

Herr von Hippel zeigt an einigen Beispielen, dass es sich um einen Prozess handelt. Aber alles beginnt mit einer Entscheidung: Will ich vergeben?

Beate E.

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