Erster Adventgottesdienst am 03. Dezember 2017

Das Evangelium predigen in der ganzen Welt

Der Gottesdienst begann damit, dass unser Pastor Steffen Kahl und Ariane Kahl-Gärtner die Familie Buttler verabschiedete, die nach zweijährigem Aufenthalt in unserer Gemeinde, nun wieder nach Amerika zieht. Steffen Kahl erwähnte die besonderen Gaben, die die Familie in ihrer Zeit bei uns eingebracht hatte und dass die Gemeinde es sehr bedauert, sie verabschieden zu müssen. Doch es gibt Hoffnung, dass wir uns Wiedersehen. Hier auf Erden oder in der Ewigkeit.

Nach ein paar Ankündigungen und einigen weihnachtlichen Liedern begann Steffen Kahl mit der Predigt. Er begann damit, dass er uns ins Bewusstsein rief, dass wir in Baden-Württemberg unter Wohlstands-Stress leiden. Wir haben Stress, weil wir unseren Lebensstandard erhalten oder sogar verbessern möchten.

Steffen erinnerte daran, dass weltweit gesehen wir in Deutschland und auch wir ganz besonders in Sindelfingen zu den reichsten und wohlhabendsten Ländern der Erde gehören. Aber wie sieht Gott die Welt? Was sieht Jesus, der Gekreuzigte und Auferstandene, was treibt ihn um, wenn er diese Welt anschaut? Weltmission!?! Die Baptisten feiern in Deutschland diesen Weltmissionssonntag und versuchen, dem Herzschlag Gottes näher zu kommen. Matth. 24, 3-14 ist der biblische Text zur Predigt, an dem Steffen uns erklärte, wie das Weltgeschehen voranschreitet. Nämlich, dass sich das endzeitliche Geschehen in Wehen bewegt. Mal ist es schwächer und mal stärker. Mal denkt man, es kann nicht mehr schlimmer werden und dann wird es doch noch schlimmer. So wird es weitergehen, bis Jesus eines Tages wiederkommt. Dann wird er Gericht halten und einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.

Schlimme Wehen der letzten Zeiten waren z.B. der 2. Weltkrieg oder die Pest. Das waren Wehen, die sich aufgebaut haben. Geburtswehen, die auf die Geburt der neuen Welt hindeuten. Steffen Kahl ist es wichtig, dass wir nicht glauben sollen:

„Es wird alles gut“. Das stimmt nicht. Wir entwickeln uns auf die Geburt der neuen Welt zu und dies geschieht unter enormen Schmerzen. Und diese Schmerzen werden in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen. Den Schwerpunkt möchte Steffen für diesen Sonntag aber auf den Vers 14 legen. „Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“

Warum sagt Jesus dies seinen Jüngern? Warum wird dies vorhergesagt? Diese Aussage muss auf die Jünger sehr fremd gewirkt haben. Steffen sagt, dass derzeit 3/4 der Weltbevölkerung bereits von Jesus mindestens gehört haben. Es fehlt also noch 1/4 der Menschheit, die noch nicht von der rettenden Botschaft gehört haben. Gott möchte die verlorene Welt, die gefallene Schöpfung retten. Es liegt ihm an jedem einzelnen. Gott allein ist Liebe und wir können uns bemühen, den Herzschlag Gottes wahrzunehmen. Das christliche Menschenbild hat die Gesellschaft menschlicher gemacht. Dort, wo das Evangelium gepredigt wurde, wurden Menschen mit Würde behandelt. Im Leben und im Tod. Dort, wo das Evangelium noch nicht die Herzen erreicht hat, kann man sehen, dass eine menschenverachtende Grundhaltung in dem Land herrscht. Nach der Predigt haben wir das Abendmahl gefeiert und eine Gebetsgemeinschaft gehabt. Zum Schluss haben wir noch ein weihnachtliches Lied gesungen und uns unter den Segen Gottes gestellt.

Beate E.