Andacht zur Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6 (L)

Liebe Leser/innen!

Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, gewährt uns der Seher Johannes den Ausschnitt eines Panoramablicks auf das himmlische Jerusalem. Bei allem Geheimnisvollen bergen die Worte der Offenbarung zutiefst menschliche Sehnsüchte. Johannes spannt einen Bogen von den ersten bis zu den letzten Seiten der Bibel. Dazwischen liegt die Geschichte Gottes mit uns Menschen. Eine Heilsgeschichte, deren Anfang und Ziel in Gott selber begründet liegen. ER allein ist der Garant dafür, dass die Geschichte aller, die seine Worte hören und bewahren, auch meine ganz persönliche Geschichte, zu einem guten Ende kommt. Sein Wort ist immer zugleich Tat. So auch sein Angebot:

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

Es geht um den Durst nach Leben in all seinen Facetten. Die Angebote, diesen Durst zu stillen, scheinen unbegrenzt zu sein. Und wir lassen uns das auch
etwas kosten. Die einen investieren alles in Karriere und Anerkennung, in Gesundheit, in die Erfüllung eines Lebenstraumes oder setzen alles in Partnerschaft
und Familie.

Andere suchen ihr Glück in immer wieder neuen Beziehungen, in virtuellen Angeboten oder laufen von Event zu Event. Manche versuchen es mit einem alternativen Lebensstil bis hin zur Askese. Vieles passiert unbewusst. Das merken wir spätestens dann, wenn die Quellen versiegen, aus denen wir schöpfen. Wenn unsere Gesundheit wackelt, Beziehungen scheitern, Sicherheiten wegbrechen. Manchmal regt sich erst dann die Frage: Aus welchen Quellen lebe ich? Gott will und er allein kann unseren Durst nach Leben stillen aus einer Quelle, die nie versiegt.

Leben aus der Quelle

Das Quellwasser sprudelt, ob wir daraus schöpfen oder nicht. Wie in der Geschichte von Jesus und der Frau am Jakobsbrunnen. Beim Wasserschöpfen legt er den Finger auf den wunden Punkt ihres Lebens, in ihrem Fall die vielen gescheiterten Beziehungen ihres Lebens. Andere haben andere wunde Punkte. Allerdings: mit ihrer harten Wahrheit konfrontiert, lässt Jesus sie nicht stehen, sondern macht ihr ein Angebot, das ihr Leben verändert:

„Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten“. (Johannes 4, 13f)

Dieses Wasser spült den Ballast ihres bisherigen Lebens weg. Gerade die vom Leben Gezeichneten und Verletzten lädt Gott zur Quelle ein – besonders den Gescheiterten und Bedürftigen gilt sein Angebot. Nicht nur Ihnen – aber schneller als alle anderen begreifen sie vielleicht am ehesten, was ihnen angeboten wird. Und zwar ganz umsonst! Weil ein anderer den Preis dafür bezahlt hat: Jesus Christus. Glücklich ist, wer Durst nach Leben verspürt, er oder sie wird sich am ehesten nach dem Leben mit Jesus ausstrecken!

Unsere Gemeindereferentin, meine Frau Ariane Kahl-Gaertner, und ich wünschen allen ein gesegnetes Neues Jahr 2018 mit vielfältigen Erfahrungen des
„lebendigen Wassers“ aus ewiger Quelle!

Steffen Kahl, Pastor der Friedenskirche Sindelfingen