Einladung zu einem besonderen Gottesdienst am 26. März

Babyflaschen-Aktion Sindelfingen

Hilfe statt Abtreibung
Babyflaschen-Aktion in der Friedenskirche Sindelfingen

Unvorstellbar viele Frauen werden Jahr für Jahr ungewollt schwanger, sind darüber verzweifelt und suchen händeringend nach Rat und Hilfe. Ein großer Teil dieser Frauen entscheidet sich unter massivem äußeren und inneren Druck und in einer subjektiv als aussichtslos empfundenen Lage für eine Abtreibung - mit dramatischen Konsequenzen für die Frauen und die ganze Gesellschaft.

Wir wollen dieser Situation nicht tatenlos zusehen und möchten deshalb mit unserer Gemeinde das Projekt 1000plus mit dem Motto „Hilfe statt Abtreibung“ unterstützen.

Am Sonntag, den 26. März 2017 werden wir in unserer Gemeinde eine Babyflaschen-Aktion durchführen, um die Situation von ungewollt Schwangeren ins Gespräch zu bringen und Geld für die Arbeit von 1000plus zu sammeln. Dabei wird das Projekt im Gottesdienst um 10 Uhr vorgestellt. Im Anschluss kann sich jedes Gemeindemitglied Infomaterial über 1000plus und eine zur Spendendose umfunktionierte Babyflasche mit nach Hause nehmen und diese mit einer Spende füllen. Sie können auch in Ihrem Bekannten- und Familienkreis für diesen Zweck sammeln. Die Flaschen werden dann in den Gottesdiensten bis Ostersonntag wieder eingesammelt.

Hinter dem Projekt 1000plus stehen die STIFTUNG JA ZUM LEBEN und die beiden Beratungsstellen Pro Femina e.V. und BIRKE e.V. Sie haben sich zusammengeschlossen, um ungewollt Schwangere zu beraten und ihnen zu helfen, damit sie sich für ihre Kinder entscheiden können. Die Beratung arbeitet dabei deutschlandweit über das Internet und Telefon, so dass sich Frauen aus ganz Deutschland – auch aus unserer Gegend – bei ihr melden. Die Nachfrage ist durch die Internetarbeit so hoch, dass die Beratungsstellen von 1000plus immer wieder an die Grenzen ihrer Kapazitäten kommen. Mit dem Projekt soll die Arbeit daher so ausgebaut werden, dass die Beratungszahlen von derzeit 3.000 ungewollt Schwangeren im Jahr deutlich gesteigert werden können.

Die Beratungserfahrung von 1000plus zeigt, dass in einem Schwangerschaftskonflikt nie das Kind selbst das Problem ist. Vielmehr bestehen die Schwierigkeiten, die eine Schwangere zur Abtreibung drängen, sehr häufig in Beziehungskonflikten, finanziellen Notlagen oder beruflichen Hindernissen. Sehr oft geht der Druck zu einer Abtreibung vom engsten Umfeld einer Schwangeren aus, vom Kindesvater, den eigenen Eltern oder anderen nahestehenden Personen. In dieser Situation gilt es, die Schwangere ernst zu nehmen, für sie da zu sein, sie ehrlich und ausführlich zu beraten und mit ihr gemeinsam ein individuelles Hilfspaket zu schnüren. Dieses kann unter Umständen auch finanzielle Unterstützung beinhalten. Der für eine Abtreibung erforderliche Beratungsschein wird bei 1000plus aus Überzeugung nicht ausgestellt. Denn er ist eben keine Hilfe, sondern das Gegenteil: Er erhöht nur den Druck, eine Abtreibung, die eigentlich gar nicht gewollt ist, doch zu vollziehen. Denn keine Schwangere wünscht sich eine Abtreibung, sondern vielmehr die Umstände, unter denen sie ihr Kind doch bekommen kann.
Die überwältigende Mehrheit, nämlich ca. 62 Prozent der bei 1000plus beratenen Frauen, die zuerst über eine Abtreibung nachgedacht haben, entscheiden sich anschließend für ihr Kind. Laut dem Projekt 1000plus ist das Phänomen der Massenabtreibungen in unserem Land also ein Phänomen der massenhaft unterlassenen Hilfeleistung.

Die wichtige Arbeit der drei Organisationen finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Durch die Babyflaschen-Aktion wollen sie auf die Not und die Verzweiflung von Frauen, die vor einer Abtreibung stehen, aufmerksam machen und Spenden für den dringend notwendigen Ausbau der Beratung mit weiteren Standorten sammeln.

Wir bitten um eine rege Teilnahme an der Aktion und danken im Voraus für alle Beteiligung!

Ihr Steffen Kahl